Beziehung-Ehe-Familie-Selbstverwirklichung-Trennung?

Es läuft doch meistens so, man lernt sich kennen, hat gemeinsame Interessen, fühlt sich körperlich angezogen, Gefühle sind im Spiel, es entsteht eine Beziehung!
In jungen Jahren, läuft alles noch sehr locker ab, man verbringt miteinander Zeit, man erlebt gemeinsame Abenteuer, lernt sich dabei ein Stück mehr Selbst kennen. 
Wenn es nicht mehr passt trennt man, wenn es passt läuft es eben so weiter bis einer der Beiden an einen Punkt kommt und sich die Frage stellt, ist er es oder nicht? 
Meistens, mit einem gewissen Alter verbunden, hat man das Gefühl, naja, jetzt sollte es bald sein, das ganze Programm „Ehe, Kinder, Familie“ steht bald an. 
Irgendwie haben wir das Gefühl „den Einen“ finden zu müssen, mit dem man ein Leben lang zusammen ist, heiratet und eine Familie gründet, gemeinsam alt wird. Diese Erfahrung gehört eben zum Leben dazu, und dann sollte es ein Partner sein, der wirklich zu einem passt der „EINE“!
Nun ja, meiner Erfahrung nach, haben nur sehr Wenige, diesen einen „Seelenpartner“. Es gibt da nochmal die Unterscheidung zwischen Dualseele und Seelenpartner, aber darauf möchte ich in diesem Blog nicht eingehen. 

Eine Beziehung dient letztendlich nur der Selbstentwicklung, Entfaltung. 
Man könnte praktisch mit „Jedem“ eine Beziehung eingehen, ob sympathisch oder nicht, da es immer etwas zu lernen zu erforschen gibt, bei Menschen die uns unsympathisch sind sogar noch mehr!

Die Beziehung ist „Selbstausdruck“. Wie möchte ich mich in dieser Beziehung erfahren, wer möchte ich sein, welchen Teil in mir möchte ich erleben?

Viele haben eine sehr romantische Vorstellung von einem Partner. Er muss uns immer zur Seite stehen, uns die Wünsche von den Lippen ablesen, er soll einen bereichern ja „vervollständigen“. 
Das geht gar nicht, absolute Illusion!
Unser verklärtes, Hollywood produziertes, romantisches Bild von der Liebe.

Niemand im Außen kann einen „ganz“ machen, man kann sich tatsächlich nur Selbst glücklich machen, lieben. Gleichzeitig ist es so, dass wir die Menschen um uns brauchen um uns Selbst zu erfahren, sozusagen als Spiegel. Sie zeigen uns wo in uns noch Themen geheilt werden möchten, in dem dass sie diesen Part spielen oder in uns diese Wunde triggern. 
Nun ist es einfacher wenn man in Beziehung mit mehreren Menschen ist, nicht zwingend Liebesbeziehungen, auch in einer Gemeinschaft, da man sich mit jedem Menschen anders erfährt und Viele als Spiegel dienen. 
Wenn man eine sehr enge Beziehung mit einem Partner führt, wie auch in einer Ehe, wird es automatisch stressig. Da der „eine“ Partner, der einzige Spiegel wird. Alles konzentriert sich auf ihn, er „muss“ unbewusst ständig die Muster des Anderen bedienen. Keiner der Beiden ist wirklich frei in seiner Handlung. 
Das ist Vielen nicht bewusst und es entstehen, Schuldzuweisungen, Erwartungen an den Anderen, Streit, Missverständnisse usw…. Das typische Opfer-Täter-Spiel startet!
Am Anfang einer Beziehung läuft Alles noch lockerer, jeder ist sich Selbst, hat seinen eigenen Freundeskreis, genug Austausch, Abstand, Freiraum…..kommt jedoch die Ehe ins Spiel, Versprechen, Verpflichtungen, energetische Verbindungen, der Eheschließungsvertrag, „der Ernst des Lebens“ kann es gar nicht mehr funktionieren!
Spätestens wenn Kinder dazu kommen startet das Programm „Familie“ und jeder ist so in seinen Rollen „gefangen“, dass eine Beziehung weit von Bereicherung entfernt ist. 
Es ist auch „heute“ nicht einfach, da viele Eltern, wirklich Alleine verantwortlich sind für die Kinder, dafür, dass die Familie funktioniert, genug Geld da ist alles läuft!

Es ist eigentlich unmöglich für bewusste Menschen, die den Ruf ihrer Seele hören, sich auf den Weg gemacht haben, sich wieder finden wollen, und wirklich leben, dieses Spiel mit zu machen. In diesen Systemen zu funktionieren, sich Tag für Tag ab zu stressen um den Kopf über Wasser zu halten. 
Auch herkömmliche Systeme wie die Ehe und Familie in diesem Sinne funktionieren nicht mehr, da sich diese Menschen nach Freiheit sehnen, Selbstverwirklichung und Bewusstseinserweiterung.

Nun stecken viele Menschen aktuell in diesen Situationen fest, da wir in einer sehr mentalen, männlichen Welt in diesen „alten“ Strukturen aufgewachsen sind, und bisher versucht haben diese noch zu bedienen, sie waren eben Alles was wir kannten. 
Doch nun meldet sich bei Vielen was anderes! Frauen fühlten das wohl schon eher und haben die spirituelle Szene erobert, manche haben sich aber bis jetzt auch noch oft dem „Alten“ hingegeben und versuchen mit Mutter sein und Job und Selbstentwicklung irgendwie durchzukommen. 
Aber auch immer mehr Männer fühlen, dass sich was aufdrängt, der Ruf der Seele, das Weibliche, das Herz? 
Es herrscht gerade viel Chaos in Familien, denn besonders auch die Kinder „funktionieren“ auch nicht mehr so wie früher 🙂
Ob sie nun zu uns kamen um genau dieses Chaos zu verursachen oder sie einfach unsere innere Zerrissenheit spiegeln ist eigentlich egal. 
 
Die Zeit, das Leben, die Alltagssituationen, Partner, Alles fordert uns gerade auf zu Veränderung! Neue Wege zu gehen, in der Beziehung, in der Familie und natürlich wir als Mensch. 
Man kann nicht mit altem Kram in eine neue Zeit gehen. Diese Altlasten holen uns immer wieder ein, so ist es ja auch in Beziehungen wenn Altes noch nicht, ganz geheilt ist, abgeschlossen dann kommt es automatisch in der neuen Beziehung wieder auf. 
Es geht gerade sehr stark darum, aufzuräumen, bei sich anzufangen, seine Themen zu sehen, seinen Lernprozessen nachzugehen, zu heilen…..Eigenverantwortung zu übernehmen!

Manche sind bereit dazu, manche nicht, das trifft auch natürlich Ehepartner, Familien wo Kinder involviert sind, wo alles so verstrickt und eingezäunt ist, mit Haus und Geld…..
Einer der beiden gibt immer mehr als der Andere, es ist selten ausgeglichen.
Man kämpft eben um seine Familie und probiert Alles aus. Man schleppt den Partner quasi mit und hofft darauf, dass er auch zur Veränderung bereit ist. Aber nicht nur im Reden sondern auch im Handeln. Man opfert sich auf, gibt Alles oder überschüttet den Anderen mit Liebe und vergisst sich dabei Selbst.

Meistens ist es so, dass je mehr wir geben, desto weniger Energie haben wir für uns Selbst und es beginnt eine Abwärtsspirale. Und letztendlich bringt es gar nichts, denn dem Anderen ist damit auch nicht geholfen. Es geht ihm dadurch nicht besser, im Gegenteil neue Symptome und Probleme treten auf.
Da es jetzt, für Menschen die sich gerufen fühlen nicht darum geht in neue Abhängigkeiten zu geraten, sondern um die Selbstermächtigung für BEIDE!

Das klingt anfangs immer sehr hart, aber es geht eigentlich nur darum, zu erkennen, dass Jeder für sich Selbst die Verantwortung übernehmen darf!
Jeder die unendliche Kraft in sich trägt sich selbst aus dem Schlamassel zu holen, zu heilen. 
Wenn man ständig getragen, gestützt wird, auch wenn es Derjenige gut mein, kann man nicht fliegen lernen!
Die, die sich gerufen fühlen, aufgewacht sind, sind fähig dazu, sonst hätte Sie die Seele nicht dazu aufgerufen. Jeder bekommt was er tragen kann!
Der der stets die Energie geliefert hat in der Beziehung, darf auch lernen sich Selbst wertzuschätzen zu lieben, letztendlich hat er sich vielleicht auch aufgeopfert um geliebt zu werden?


Uns fehlt manchmal nur die nötige Portion VERTRAUEN und SELBSTLIEBE, was wir nie erfahren und gelernt haben.
JETZT ist es Zeit dafür! Ohne das kann es nicht weiter gehen!

Egal wie wir uns drehen und wenden, wie wir versuchen uns über Wasser zu halten, das Familiensystem weiter am laufen halten wir werden immer wieder zu dem Punkt kommen und Situationen bekommen wo wir nachts energielos, voller Gedanken und Sorgen wach liegen und nicht mehr weiter wissen. 
Je tiefer wir fallen, wie ein einem Trampolin, desto höher können wir springen 🙂
Wir müssen springen, wir werden gedrängt auf unser Herz uns Selbst zu hören, denn alles Andere funktioniert nicht mehr!

Es liegt jetzt an uns wie wir das gestalten, sanft und über mehrere Jahre oder kurz und schmerzvoll in einem Drama?
Vielleicht schaffen wir es den Weg gemeinsam mit unserem Partner zu gehen, dazu benötigt es aber offene Herzen, die Bereitschaft ehrlich mit einander zu sein, dem anderen seine Freiräume zu geben.....manchmal ist dieser Zug aber schon abgefahren….
Manchmal muss man aber auch ein Stück des Weges Alleine gehen, was total negativ bewertet wird. So hart das auch klingt, weil man das Gefühl hat man lässt den Anderen im Stich.
Aber glaubst du echt, du bist der einzige Mensch für den Anderen?
Vielleicht kann Wunderbares entstehen, wenn diese Abhängigkeit mal beendet ist? 
Wenn man den Anderen entlassen kann aus seinen Rollen „Ehefrau, Ehemann, Koch, Geliebter, Hausfrau, Arbeiter, Geldbesorger, Handwerker, Kindersitze, Gärtner“ usw…

Vielleicht hat es dem Anderen auch nicht gut getan, dass man ständig etwas von ihm fordert was er nicht bedienen kann. Man verbiegt sich oft für den anderen….

Wir wäre es wenn sich jeder mal unabhängig vom Anderen entwickeln, leben darf, mal erfahren, dass man doch nicht so Alleine ist, das Vertrauen in sich Selbst wieder findet. Seine eigenen Erfahrungen machen darf und wenn es denn sein soll 2 Herzen wieder ganz FREIwillig zu einander finden und „Beziehung“ auf einem ganz neuen Level leben.
Man sich wirklich bereichert, weil nichts von einander gefordert wird, man nicht vom Partner verlangt einen glücklich zu machen, man ist mit sich selbst zufrieden, es gibt keine Schuldzuweisungen weil man weiß, dass man der Andere nicht für einen verantwortlich ist und man immer bei sich Selbst anfangen muss. Jeder liebt sich Selbst!


Zurzeit leitet aber viele noch die Angst, der Verstand das Ego. man redet sich ein: Naja so Schlimm ist es ja gar nicht….und vielleicht ist mein Streben nach „mehr“ Leben, nach Freude, nach wahrer Liebe, nach Selbstverwirklichung, nach Fülle ja Luxus. Man soll doch zufrieden sein mit dem was man hat und wenn man sich umsieht, geht’s doch Jedem so. Man ist halt einfach nicht 100 % glücklich in einer Ehe und als Eltern. Ach ja und die Kinder hat man ja auch und man will ihnen keine Scheidung antun, man muss zusammen halten, bis dass der Tod uns scheidet? KRASSSSS
Für die Kinder zusammenbleiben ist sowieso doof, die fühlen ALLES und man lebt ihnen vor, dass man sich mit seinem Unglück abfindet und besser nicht auf sein Herz hört….

Vielleicht können sich die Partner verständnisvoll einigen, weil meistens doch Beide fühlen, dass es nicht mehr so weiter gehen kann. Manchmal läuft es aber auch dramatischer ab, Trennung hat ja Konsequenzen, Finanzen, Haus, Arbeit usw...
Aber wie gesagt, jedes Tief birgt seine Chancen und dient zur Heilung und spielt mal das Worst-Case-Szenario durch …..unglücklich zu zweit ist besser als unglücklich alleine?
Deine Seele lässt dich NIE alleine - vertrauen!

Viele haben auch Angst davor, was ist wenn man sich dann nicht mehr findet, sich der Andere zu weit weg entwickelt….. Naja, dann darf man sich doch freuen, dass Derjenige seinen Weg gefunden hat, wenn man ihn wirklich von Herzen liebt, alles andere ist Egosache….

So oder so, wenn man FÜHLT dass man sich im Moment gegenseitig einfach nicht gut tut, trotz Eheschließung und Kind, aber der Kopf 1000 Gründe findet warum man weiter kämpft, wird irgendwann die Seele mal eingreifen in Form von Krankheiten, Misserfolg oder Menschen und Situationen die einem helfen können, sich Selbst zu helfen. 

Daher bei sich bleiben, auf sein Herz hören, den Impulsen, den Zeichen des Lebens folgen und seinen Weg gehen!!!