Enttäuschungen

Enttäuschungen hat jeder schon erlebt. Aber warum wird man enttäuscht? Ich konnte beobachten, dass man nur enttäuscht werden kann, wenn eine Erwartung vorausging, und diese schafft nur das Ego. Denn nimmt man das Wort Enttäuschung auseinander, wird eine Täuschung welche da war, entlarvt.
Mir persönlich ging es oft so, dass ich mein Herz öffnete und scheinbar enttäuscht wurde, wenn nicht das zurück kam was ich mir erwartete. Aber ich durfte feststellen, dass das Herz tatsächlich nie enttäuscht werden kann, weil es keine Erwartungen hat, es ist eben echt. Wenn es sich öffnet, dann weil es Liebe geben möchten. Egal ob, oder was zurück kommt!

Ein gebrochenes Herz, gibt es in diesem Sinne nicht…denn es ist unser Ego, dass Vorstellungen hatte. Also dein Gegenüber kann doch nie so reagieren, wie du es dir vorstellst? Das kann gar nicht klappen!
Und dann darf man auch mal einen Schritt zurück gehen und mit Abstand die Situation betrachten. Vielleicht ist dein Gegenüber gar nicht in der Lage dir zu geben was du dir wünscht? Vielleicht hatte er einfach nur diesen Impuls von dir gebraucht? Vielleicht warst du ihm nur eine Hilfestellung? Vielleicht kam der Ausgleich auf eine Andere Art und Weise, welche eben ihm möglich war?
Das bedeutet ja nicht, dass man jetzt immer nur der „Gutmensch“ sein muss und nur geben muss.
Ich glaube man darf einfach nachfühlen ob das stimmig war oder nicht und auch seine Konsequenzen daraus ziehen. Also wenn man quasi enttäuscht wurde, muss man sich ja nicht reinsteigern, nach dem Motto „warum hat der das getan!“ sondern man wird dann einfach sich treu bleiben und die Folgen daraus ziehen!
Und ich glaube wir sind oft verleitet eine Enttäuschung groß zu machen um uns schön in der Opferrolle zu halten, uns im Leid zu wälzen. Ja tatsächlich haben wir Angst vor Enttäuschung, nicht genug zu sein, nicht geliebt zu werden. Aber wie gesagt, wenn wir Alle mit dem Herzen sehen, wirklich den Anderen sehen wer er ist, gibt es da keine Bewertung, daher auch keine Enttäuschung. Das ist eine ganz schön große Herausforderung für uns Menschen 🙂 

Alternatives Lernen in der Gemeinschaft

Ich war zu Besuch bei der Nature Community und zu diesem Zeitpunkt fand ein Vortrag statt zu den Themen “Freilernen, Lernen in der Gemeinschaft, natürliches Lernen, natives Lernen”. Aufgrund dessen, wollte ich das Thema auch gleich wieder mal aufnehmen und habe auch ein Gespräch mit Gerhard von der Community geführt, siehe hier.

Für unsere Kinder hat die Schule, das Schulsystem wie es gerade besteht nicht gepasst, also haben wir sie Freilernen lassen. Dazu gab es viele Gründe siehe hier, aber was mich, schon damals total entspannt hat

 
bei der ganzen Sache, war auch die Tatsache, dass nie was verloren geht und die Kinder, auch Erwachsene, jederzeit Alles lernen können wenn es sie begeistert. Ein Kind wird nicht glücklich werden beim Freilernen, wenn die Eltern einen Erwartungsdruck haben oder sich Vorwürfe machen, warum das Kind mit 9 noch nicht auf dem gleichen Stand ist wie ein Schulkind. Aber sollen denn alle gleich sein? Es hat vielleicht ganz andere Kompetenzen zuhause ausgebildet die für das Kind selbst wichtig sind.
Thema beim Vortrag war auch wieder die Shetinin Schule in Russland, mit welcher ich mich auch vor Jahren schon beschäftigt habe. Dort kommen die Kinder erst mit 10 ins Internat, ohne besondere Vorkenntnisse, es sind auch keine hyperintelligenten Kinder 🙂
Es bewehren sich einfach bestimmte Lernmethoden, wie natürliches, natives Lernen,z.b rechte und linke Gehirnhälfte verknüpfen, auch verbindet man gerne Lernfächer wie Mathematik mit Chemie oder Physik. Lernen in der Gemeinschaft, d.h die Gruppe ist nur so gut wie das schwächste Glied und erst wenn der es aus seiner Kompetenz weitergeben kann, dann sitzt der Lernstoff echt. Das hat zur Folge, dass Kinder, Kinder unterrichten!
Es ist durch aus die Regel ist, dass Kinder nach bereits 3-5 Jahren Matura/Abitur machen.
Bei alledem hat mich einfach der Gedanke entspannt, dass jederzeit Alles möglich ist, z.b auch das Alphabet in einer Woche zu lernen und anzuwenden…..
Wenn man überlegt wie das Schulsystem funktioniert, also dass in der Schulzeit von 4-8 Stunden täglich noch nicht mal der Lernstoff übermittelt werden kann bei jedem einzelnen Schüler, sodass auch noch teilweise Nachhilfeunterricht notwendig ist, welcher kosten-, zeit- und nervenaufwendig ist.
Es wird enormer Druck auf die Kinder ausgeübt und da bin ich ganz bei Erwin Wagenhofer “98 % der Kinder kommen hochbegabt zur Welt, nur 2 % verlässt begabt die Schule” und danach unzählige arbeitslose Jugendliche…..usw…..zum Film
Ich glaube auch das einer der Gründe,  warum für viele “Freilernen” nicht in Frage kommt, ist, dass sie arbeiten müssen/wollen und nicht den ganzen Tag mit den Kindern zuhause sitzen wollen. Und auch der Meinung sind, dass Kinder Kinder brauchen dazu Interessantes von Andre Sternund Moritz Neubronner.
Da glaube ich können wir zusammen an Lösungen arbeiten in Gemeinschaften!

Herausforderungen

Ihr könnt bestimmt bestätigen, dass die Zeit gerade sehr schnell ist. Viele Themen, Muster, Strukturen wollen gerade an die Oberfläche kommen, damit sie gelöst werden.
Zu Vieles? Man fühlt sich teilweise wie in einem High Speed Zug der einen mitreisst. 
Mir persönlich geht es so, dass ich mir manchmal denk: „Hey stop, ich will gerade einfach nur sein!“
Gerade kein Thema lösen, nicht grübeln woher kommt was, was will es mir sagen, den „Emotionalkörper transformieren“ usw…..
Oft geht es uns zu schnell und es wird zu kompliziert, besonders wenn wir mit dem Kopf dabei sind, was ja schnell passiert, da sofort Gedanken folgen.
Es ist schön zu wachsen, ganz zu werden, die Seele strebt das eben an und gerade scheint es sehr günstig zu sein sich weiter zu entwickeln. Besonders für bewusste Menschen die interessiert sind am „Heil werden“ ist es ein sehr starker Prozess, der viel fordert. Man läuft Gefahr sich zu sehr im Kopf zu bewegen, den Gedanken zu viel Gewicht zu geben. Doch die ganzen „W“ Fragen (warum, wie, wo, wer?) und die damit verbundenen Emotionen kosten enorm viel Energie und man wird fast wie gezwungen, sich im Herzen, in einem neutralen Feld aufzuhalten.
Hier ist es schön, einfach mal die Natur beobachten, „ist“ einfach, berührt, lauscht der Musik, genießt Schönes.
Doch leider passiert es sehr schnell wieder, dass einen das „Andere“ wieder einholt. Ich glaube es ist eben einfach das „Mensch Sein“ und die Zeit. Wir sind gerade als Menschen sehr gefordert aus der Dichte rauszutreten, immer wieder Stück für Stück. So wie Schritte zurück gehen und das „Große Ganze“ betrachtenIns Vertrauen gehen, dass Alles gut ist wie es ist. 
Das hört man doch oft: Alles ist gut, Alles ist gerade genauso wie es sein soll, du wirst geliebt!
Also Alles einfach so annehmen und akzeptieren?
Klar damit wird mal sicher gestellt, dass keine Energie verloren geht an Gedanken und Emotionen durch das Hinterfragen. Aber wird dann noch gehandelt, verändert? Also wenn die Gedanken kommen, diese ignorieren? Die Herausforderungen also einfach nicht annehmen, links liegen lassen? Über die Steine drüber steigen?
Nein ich glaube dann kommen sie immer wieder! Ich glaube es ist gut, die Gedanken anzusehen, sie zu fühlen, denn es sind DEINE. Sie jedoch dann ziehen lassen ohne Bewertung.
Und auch das ist eine Herausforderung für uns!
Woher dann wissen wann echte Impulse kommen um zu handeln?
JA die kommen von Herzen und da gilt es genau zu prüfen, was direkt aus dem Herzen kommt. Meist sind es die ersten Impulse.
Das heisst echt sein, wenn man heraus gefordert wird und Emotionen aufsteigen, wäre es echt, sofort in den „Alles ist gut-Modus“ zu wechseln oder diese Emotionen eben gerade auszusprechen? So nach dem Motto „Ich bin gerade stinksauer!“
Ja das Aussprechen hat auch so seine Folgen, gerade wenn es aus Emotionen passiert, wird hier viel Unklarheit, Wirr War gestiftet und lassen beim Gegenüber auch schnell mal Emotionen aufkommen, sodass man in einem Streit endet.
Also doch durchatmen, sich zentrieren und dann die Herausforderung angehen? Besteht dann viel mehr Klarheit, weil man aus seiner Mitte handelt? Wie menschlich ist das?
Naja Kinder machen das so, sie leben sofort jede Emotion und in einer Minute ist dann alles wieder gut! Die Herausforderung des Gegenüber, meist Erwachsene, Eltern ist es nicht auf die Emotionen einzugehen, sie einfach ziehen zu lassen. Dann ist der Sturm schnell vorbei und es kann wieder weitergehen. 
Sind Kinder zu vergleichen mit sogenannten „jungen Seelen“ die eben einfach leben? Und je öfter man auf der Erde inkarnierte je ganzer, heiler man wird, desto besser kann man mit seinen Emotionen umgehen und betrachtet alles aus einem anderen Bewusstsein?
Jeder hat darauf seine eigenen Antworten  🙂
Es bleibt mir zu sagen es ist schön mal durchatmen zu können, anzukommen, sich treiben lassen, nicht immer sofort alle Herausforderungen anzugehen.
ALLES LIEBE!